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Turnfahrt 2004 (17.-19.09.2004)
 
Dieses Jahr war eine drei-, statt wie sonst nur zweitägige Turnfahrt angesagt. Sie führte uns in den Jura; wo genau wussten wir nicht, auch das Programm blieb uns noch unbekannt – surprise!
Mit dem Zug ging’s dann los von Henggart über Winti, Züri, Biel nach Le Pied-d’Or, einem kleinen Bahnhof (der jedoch kaum als solcher erkennbar war) irgendwo ziemlich abgelegen mitten im Jura. Zu Fuss marschierten wir zu einem Bauernhof, wo für uns bald das Mittagessen bereit war. Nach dem wir in der kleinen, gemütlichen Gaststube ausgiebig gespiesen hatten, genossen wir draussen (trotz fast unzumutbarer Plage einiger lahmen Fliegen, welche bald unsere Aufmerksamkeit fast gänzlich auf sich lenkten) den Dessert und die Sonne.
Von da wurden wir mit Ross und Wagen abgeholt, die “Rösslifahrt“ führte uns während 1 ½ h durch die schöne jurassische Landschaft. Da wir zwei Harassen Bier vom Gasthaus aushandeln konnten, mussten auf der Fahrt schon bald einige kurz hinter einen Baum verschwinden. Der Weidezaun, der noch dazwischen war, wurde jedoch beim Darüberspringen wortwörtlich zum Verhängnis – die Hose musste daran glauben.
In Le Pré-Petitjean fasste jede(r) ein Trotti und wir konnten uns auf der Weiterfahrt austoben – 16 km über Feld- und Waldwege. Nur leider brachten wir es wieder nicht fertig, dass alle unverletzt am Ziel ankamen.
Anschliessend stiegen wir in Glovelier wieder in den Regionalzug nach Le Bémont, wo wir in der Zivilschutzanlage (unsere Unterkunft für die beiden Nächte) sogleich mit einem feinen Abendessen empfangen wurden. Unser Hunger vom Trottifahren wurde dabei bei weitem gestillt.
Nach dem Essen machten wir uns auf zu dem bei der Ankunft schon gesichteten Restaurant mit Bar und sogar drei Billardtischen. Diese blieben nun nicht mehr lange leer, sie wurden sogleich alle von uns in Anspruch genommen und wir gönnten ihnen erst wieder etwas Ruhe, als das Lokal geschlossen wurde. An diesem Abend sind allerdings einige schon früh in die Zivilschutzanlage zurückgekehrt (es lagen ja noch zwei Tage vor uns). Doch wir waren ein paar Wenige, die es nicht dabei belassen konnten; in der Zivilschutzanlage gab es genügend Rotwein für “en tüüfe, gsundä Schlaf“.
Am andern Morgen marschierten wir los ins Nachbardorf, Saignelégier – für einen Museumsbesuch – wie uns am Morgen angekündigt wurde. Was wir jedoch da antrafen, war eine kleine Bierbrauerei. Hier kamen wir (das heisst ..., eigentlich nur diejenigen, die etwas Französisch verstehen) in den Genuss einer kleinen Führung, wie das Bier hergestellt wird. Anschliessend gab es die unterschiedlichsten Biersorten (wie gewohnt kühl, warm oder sogar 40 %ig) zu versuchen. Nach dieser speziellen Degustation wurden wir von zwei Extrabussen abgeholt und an den Doubs, ganz an die französische Grenze gebracht, wo wir bald in einem kleinen, excellenten Restaurant ein feines Mittagessen zu uns nahmen. Die Sonne machte sich nun immer mehr bemerkbar und wärmte uns noch so richtig auf, bevor es los ging, auf eine Kanufahrt den Doubs hinunter. Nach teilweise anfänglicher Schwierigkeit das Kanu auf geradem Kurs zu halten, statt im Kreis zu drehen, klappte es dann bei allen gut und wir kamen wohlauf in Soubey wieder aufs Festland. Mit den zwei Extrabussen gelangten wir wieder zu unserer Zivilschutzanlage zurück, bis zum Abendessen blieb uns jedoch noch ein wenig Zeit, Zeit für eine Dusche, ein Jass, Badminton oder einfach um auszuruhen.
Nach dem Abendessen ging’s wieder ins Restaurant wie am Vorabend, um dieses unsicher zu machen, doch an diesem Abend reichte uns das nicht aus. Da wir wussten, dass hier spätestens um halb zwei geschlossen wird, erkundigten wir uns, ob in der Gegend noch was los sei. Ein paar Dörfer weiter sei dieses Wochenende ein Open-Air Konzert und von Saignelégier, dem Nachbardorf, würden Extrazüge dorthin fahren. So beschlossen wir (etwa die Hälfte vom Verein) mal nach Saignelégier los zu marschieren, jedoch ohne zu wissen, wann der letzte Zug fahren würde. Dort angekommen, erkundigten wir uns nach dem Extrazug, auf Französisch, wobei die Frage kam etwas schief heraus, sie lautete: „Où est la gare de spécialite du party?“ Hatte sich da unser ehemaliger OT nicht ein wenig versprochen? Oder wollte er wirklich nach dem Bahnhof fragen? Der Beamte musste nur lachen, ........wir auch.
Da der letzte Zug soeben abgefahren war, beschlossen wir schliesslich das Taxi anzurufen, welches uns schon tagsüber transportiert hatte. Es kam der selbe Chauffeur, und dieser erkannte uns sogar wieder (nach wenigen Minuten zumindest). Er brachte uns unmittelbar vor den Eingang beim Open-Air, somit kamen wir gerade noch rechtzeitig um den Schluss der Konzerte zu hören. Viel war jedoch nicht mehr los, darum entschieden wir uns, nach dem wir beinahe erfroren waren, wieder mit “unserem Taxi“ zurück nach Le Bémont zu fahren.
Am andern Morgen, als wir unsere sieben Sachen gepackt hatten, verliessen wir Le Bémont wieder und fuhren mit dem Zug nach Biel. Dort blieb uns gerade knapp Zeit in einem Restaurant etwas zu Mittag zu essen, bevor wir um halb eins aufs Schiff stiegen, nach Ligerz. In diesem Winzerdorf erwartete uns noch ein Besuch in einem kleinen Rebbaumuseum, dieses befand sich in einem alten, prächtigen Haus, welches neu renoviert ebenfalls Teil vom Museum war. Mit einem vorzüglichen Apéro gestärkt und ein paar Flaschen Weissen in den Rucksäcken nahmen wir schliesslich noch eine kleine Wanderung durch die Rebberge nach Twann in Angriff. Dieser Marsch dauerte jedoch einiges länger, als auf dem Plan vorgesehen war, nicht sehr verwunderlich, wenn man bedenkt, dass viele Rucksäcke unterwegs um einiges leichter wurden.... Nun ging unsere Turnfahrt leider schon wieder zu Ende, mit dem Zug in Henggart angekommen, verabschiedeten wir uns von einem gelungenen Weekend, I did, we did, you did.
 
 
Ein Beitrag von Ramona Orsingher
 
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